Purer Sonnenblumengenuss

Schönheiten in der Abendsonne (© Schlegel)

Sie sind zurzeit die Stars auf den Stolper Feldern: Die Sonnenblumen blühen in voller Pracht und leuchten in strahlendem Gelb. Sie werden fotografiert, bestaunt, gepflückt und ziehen Menschen, Insekten und Vögel gleichermaßen magnetisch an. Viele von uns gehen täglich am Feld vorbei – und doch scheint es jeden Tag noch ein bisschen mehr zu werden: Immer neue Blüten strecken sich der Sonne und uns entgegen.

Wer mag, kann dieses Sommererlebnis bei einem Spaziergang rund um die vier Hektar große Fläche genießen. Die Kamera sollte unbedingt dabei sein – und vielleicht auch eine Gartenschere, um sich ein paar Blüten für die Vase zu Hause mitzunehmen. Das ist in allen Bereichen ausdrücklich erlaubt, die nicht als „Schutzzone“ markiert sind.

Auch zuhause schön (© Fischer)

Wir freuen uns über Fotos von Blumensträußen, Sonnenblumen in der Vase oder anderen schönen Motiven, die rund um das Feld entdeckt wurden. Schicke sie einfach per Mail an uns. Mit der Einsendung erklärst Du Dich einverstanden, dass wir die Bilder später – vielleicht als sonnige Erinnerung im dunklen Winter – in einer kleinen Rückschau veröffentlichen.

Übrigens haben wir hier ein Sonnenblumenquiz für neugierige Menschen. Wer mitmacht, erfährt noch mehr über diese faszinierenden Pflanzen. Wenn Du uns Deine Antworten schickst, verraten wir Dir persönlich die Auflösung.

Augenweide (© Schlegel)

Landwirtschaft und Naturschutz im Dialog

Wie gelingt ein gutes Miteinander zwischen Landwirtschaft, Naturschutz und den Menschen, die unsere Landschaft nutzen? Mit dieser Frage trafen sich im Juni Vertreterinnen und Vertreter unseres Vereins und der FrohLaWi mit dem Landwirt Felix Schneermann, dem Pächter der Ackerflächen zu einem gemeinsamen Austausch an der Bank am Weidenweg.

Im Dialog (© Schlegel)

Die Stolper Felder sind für uns nicht nur ein Ort der Vielfalt, sondern auch für den Austausch unterschiedlicher Perspektiven. In einer offenen und respektvollen Atmosphäre wurde mehr als zwei Stunden lang über Landwirtschaft, Artenvielfalt, Bodenbewirtschaftung, ökologischen und konventionellen Landbau sowie die wirtschaftlichen Herausforderungen landwirtschaftlicher Betriebe gesprochen. Dabei standen nicht unterschiedliche Meinungen im Vordergrund, sondern das gegenseitige Verständnis für die jeweiligen Sichtweisen.

Ein weiterer Schwerpunkt war die Zusammenarbeit vor Ort. Gemeinsam wurde über bestehende Projekte, zukünftige Ideen und praktische Unterstützung gesprochen – von Blühstreifen und Gehölzpflege bis hin zur Pflege der gemeinsamen Flächen. Dabei wurde deutlich, wie wichtig eine vertrauensvolle Nachbarschaft und ein direkter Austausch für das Gelingen gemeinsamer Projekte sind.

Wir bedanken uns herzlich bei Felix Schneermann für seine Offenheit, die Bereitschaft zum Dialog und die interessanten Einblicke in die Arbeit eines landwirtschaftlichen Betriebs. Solche Gespräche schaffen Verständnis und bilden eine wertvolle Grundlage für die weitere Zusammenarbeit auf den Stolper Feldern.

Sommer-Bilder

Ein Beitrag von Antje Schreiber und Kirsi Blank

Pünktlich zu Beginn der Sommerferien stimmten wir uns in kleiner Runde mit viel Fantasie und Kreativität auf die kommenden Abenteuer ein! Wir lernten die Elemente und ihre Bedeutung für die Natur kennen und stellten erstaunt fest, dass sie überall zu finden sind.

Das Element Luft spielte an diesem Tag in Form von windigen Böen mit unseren Haaren und schickte uns tanzende Sandkörner. Wo wir auch schon beim Element Erde wären, welches wir an der Bieselheide, unserem Treffpunkt an diesem Tag, in Hülle und Fülle vorfanden.

So entstanden erdige Sommerbilder, die mit Holz, Steinen, Blüten und Gräsern verziert wurden. Als wir erstaunt feststellten, dass der Sand wie am Meer riecht, kam Magie ins Spiel! Zwei zauberhafte Meerjungfrauen, die mit Wasser benetzt werden wollten, kamen in der Sandlandschaft zum Vorschein. Da war das Element Wasser!

Beim näheren Erforschen der Umgebung fanden wir verbranntes Holz, welches von einem Lagerfeuer stammte. So waren wir dem Element Feuer auch ganz nah. Wir entdeckten, dass man mit „Holzkohle“ tolle Bilder auf Steine malen kann!

Es gibt Neuigkeiten zum Wrokshop Kreatives Naturtagebuch. Es gibt nun regelmäßige Treffen, der Einstieg ist jederzeit möglich. Alle Details findet ihr auf der Website von Antje und Kirsi.

Sommer-Sinnesreise

Ein Beitrag von Antje Schreiber und Kirsi Blank

Unser Sommerabenteuer fiel in sehr wechselhaftes Wetter, aber die Elemente waren uns hold: Wir blieben trocken und auch der Wind war nicht so stark. Bei der Kletterpartie entdeckten wir den alten (nun halben) Wildschweinschädel wieder. Wir klopften einige Erdhummeln aus ihrem Bau, als wir vom Baumstamm sprangen und um ihr zu Hause nicht zu stören, zogen wir lieber weiter.

Es gab einen künstlerischen Teil, bei dem wunderschöne Sommerbilder auf Glitzer-Klebefolie entstanden. Dafür wurde die ganze Wildwiese nach Blüten, gefärbten Blättern und anderen Kostbarkeiten abgesucht, welche dann auf der Folie angeordnet wurden. Das hohe Gras wurde währenddessen zum Versteck-Spiel genutzt.

Ausstellung (© Kirsi Blank)

Unseren Abschluss haben wir dann lieber unter ein Dach verlegt, wo wir den Tastsinn auf die Probe stellten: Es galt, unsere zu Beginn in Stoffsäckchen versteckten, geheimen Objekte wiederzufinden, ohne zu schmulen. Die Eltern durften dann einem Kirschkern-Weitspuck-Wettbewerb beiwohnen, bevor es nach Hause ging.

Das war wieder so ein toller Nachmittag!

Sonnenblumen, Marienkäfer und wilde Begleitung

Unsere Sonnenblumen strecken sich der Sonne entgegen und werden von Tag zu Tag größer. Gleichzeitig wachsen auch die Beikräuter wie Beifuß, Gänsefuß und Klee, die mit unserer Sonnenblumensorte Peredovick um Wasser, Licht und Raum konkurrieren.

Das Sonnenblumenfeld Anfang Juni (© Schlegel)

Aus der Ferne scheint es manchmal, als hätten die Beikräuter die Oberhand gewonnen. Wer jedoch genauer hinschaut, entdeckt überall junge Sonnenblumen, die kräftig und stabil nach oben wachsen. Viele der ausgesäten Samen sind aufgegangen und entwickeln sich prächtig.

Besonders freuen wir uns über die zahlreichen Marienkäfer, die auf dem Feld unterwegs sind. Sie finden hier Nahrung und Lebensraum – ein schönes Zeichen dafür, dass die Natur ihren Platz bekommt. Der Verzicht auf Pflanzenschutzmittel schafft Raum für viele kleine und große Lebewesen, die Teil eines lebendigen Ökosystems sind.

Auch die Beikräuter gehören dazu. Sie machen deutlich, was wir mit unserem Projekt erreichen möchten: ein Feld, das nicht nur Sonnenblumen hervorbringt, sondern Vielfalt. In den kommenden Wochen werden die Pflanzen weiter wachsen und unser „Vielfalt-Sonnenblumenfeld“ immer sichtbarer.

Flächenpool Stolpe – Neues Infoschild am Stolper Feld

Seit zwei Wochen steht ein neues Schild an der Kreuzung Staehleweg/Mauerweg am Stolper Feld. Die Berliner Stadtgüter informieren dort über geplante Ausgleichs- und Kompensationsmaßnahmen für die kommenden Jahre.

Das neue Schild am Mauerweg (© Schlegel)

Bereits im Jahr 2023 haben wir mit den Berliner Stadtgütern über diese Planungen gesprochen. Damals begegnete uns erstmals der Begriff „Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen“ (AuE-Maßnahmen). Da uns das Thema zu diesem Zeitpunkt noch wenig vertraut war, haben wir uns näher damit beschäftigt.

Die Berliner Stadtgüter haben auf den Stolper Feldern Flächen identifiziert, die sich potenziell für zukünftige ökologische Ausgleichsmaßnahmen eignen. Diese Flächen sind auch auf dem neuen Schild dargestellt. Hintergrund ist, dass Eingriffe in Natur und Landschaft – beispielsweise durch den Bau neuer Wohngebiete, Straßen oder Schienenwege – gesetzlich kompensiert werden müssen. Dies geschieht durch ökologische Aufwertungen an anderer Stelle.

Geeignete Flächen werden dafür gemeinsam mit den Naturschutzbehörden geprüft und anschließend als Ausgleichs- und Ersatzflächen ausgewiesen. Für jede Fläche werden passende Maßnahmen geplant, die später als sogenannte AuE-Maßnahmen angeboten und umgesetzt werden können. Die Berliner Stadtgüter planen diese Maßnahmen, stellen dafür geeignete Flächen zur Verfügung und übernehmen die Anlage und Pflege.

A&E-Maßnahmen im Flächenpool Stolpe (© Stadtgüter Berlin)

Weitere Informationen dazu finden sich auf der Website der Berliner Stadtgüter sowie bei anderen Flächenagenturen, beispielsweise der Flächenagentur Brandenburg.

Wir danken den Berliner Stadtgütern dafür, dass wir als Verein frühzeitig in die Planungen einbezogen wurden und nun auch die Erholungssuchenden vor Ort informiert werden. Mit Interesse werden wir verfolgen, wann die ersten Maßnahmen umgesetzt werden.

 

Auf Entdeckungstour bei  Wind und Wetter

Ein Beitrag von Antje Schreiber und Kirsi Blank

Elf Forscher und Forscherinnen nahmen am 19. April das Gelände der Frohnauer Pfadfinder im wahrsten Sinne unter die Lupe. Wir wollten die Anzeichen des Frühlings entdecken und dokumentieren. Aufgrund der Wettervorhersage trafen wir uns nicht an unserem Platz nahe der FroLaWi und waren sehr dankbar für die Möglichkeit, den Garten und die Räumlichkeiten der Pfadfinder nutzen zu dürfen.

Frühlingsforscher im Regen (© Antje und Kirsi)

Mit Fern- und Lupengläsern sowie Klemmbrettern erkundeten wir Knospen, Blüten, Insekten und Tiere. Die Enten hatten noch keine Küken, aber die Bäumchen standen schon in voller Blütenpracht. Nach dem Suchen, Erkunden, dem Malen und Notieren unserer Fragen war uns allen kalt und so gingen wir zur Snackpause ins Haus. Es wurde mit der Geschichte über „den bekümmerten Frühling“ richtig gemütlich!

Nach dem Austausch über unsere Forschungsergebnisse zum Thema Frühling wollten wir gern noch Zeit draußen verbringen, aber nun fing es tatsächlich an zu schütten. Was für ein Glück hatten wir bis dahin!

Forschungsarbeit (© Antje und Kirsi)

Beim Abschiedskreis mit Schirm sammelten wir unsere Lieblingseindrücke: Tulpenblüten, Kellerasseln, die Geschichte, die Snackpause, einen Schuh, den wir im Moor gefunden hatten …

Beim kommenden Termin Ende Mai wird der Sommer schon sehr sichtbar sein und beim Kreativen Naturtagebuch ist jede und jeder eingeladen, im eigenen Tagebuch seine Eindrücke festzuhalten. Mit verschiedenen Stiften, Tuschen und Malutensilien darf skizziert, abgezeichnet, schraffiert und beschrieben werden, was uns begegnet.

Garten, Grünzeug & Gedöns – wir sind dabei!

Am Samstag, den 9. Mai, findet von 11 bis 17 Uhr der Markt Garten, Grünzeug & Gedöns auf dem Rathausplatz in Hohen Neuendorf statt – und wir vom Verein Vielfalt für das Stolper Feld freuen uns auf viele schöne Begegnungen an unserem Stand, den wir wieder mit dem FrohLaWi e. V. teilen.

Mit dabei sind Infos zu unseren vielfältigen Projekten rund um Natur, Artenvielfalt und gemeinsames Engagement vor Ort. Außerdem warten wieder unser beliebtes Vogelrätsel, ein Glücksrad mit kleinen Gewinnen und diesmal ganz neu: spannende Einblicke in unser Sonnenblumenfeld-Projekt am Stolper Feld.

Unser Markstand im letzten Jahr (© Schlegel)

Passend dazu gibt es auch ein kleines Sonnenblumenquiz mit Fragen rund um die leuchtenden Sommerboten.

Kommt gerne vorbei, dreht am Glücksrad, rätselt mit uns oder kommt einfach ins Gespräch – wir freuen uns auf euch!

Das Vielfalt-Sonnenblumenfeld

Nach dem letzten großen Regen vor einer Woche wurden 140 kg Sonnenblumensamen auf dem 4 Hektar großen Feld zwischen Mauerweg und Zernsdorfer Weg eingesät. Gestern konnten wir rund um die Fläche die ersten Schilder zu unserem Projekt aufstellen. Ein großes Dankeschön an das „Sonnenblumenfeld-Team“ Uta, Kathrin, Mone und Jürgen O. für die Schilder und die handwerkliche Unterstützung vor Ort und an Jürgen K. für den Erdbohrereinsatz.

Hintergründe zum Sonnenblumenfeld sind hier zu finden.

In den kommenden etwa 14 Tagen beobachten wir, wie stark die Beikräuter wachsen. Dann entscheiden wir, ob ein weiterer Arbeitsschritt notwendig wird: das sogenannte Striegeln. Dabei wird mit einem Hackstriegel – einem leichten, der Egge ähnlichen Gerät – die obere Bodenschicht bearbeitet. Die feinen Metallzinken reißen dabei junge Beikräuter heraus und verschütten sie, während die kräftigeren Sonnenblumenpflanzen stehen bleiben. So kann auf den Einsatz chemischer Mittel verzichtet werden.

Im nächsten Schritt werden wir die Schutzzone im Inneren des Feldes kennzeichnen. Und dann darf die Natur ihren Teil beitragen: etwas Sonne, hin und wieder ein sanfter Landregen – und mit der Zeit entsteht hoffentlich ein leuchtendes, gelbes Blütenmeer.