Seit Anfang Juni wird auf unserer Patenschaftsfläche am Zernsdorfer Weg wieder gemäht. In diesem Jahr erhalten wir dabei Unterstützung von Maik Drobniewski. Mit seinem Unternehmen La Madre Tierra stellt er den Schutz der Natur in den Mittelpunkt und ist damit ein wertvoller Partner für die Landschaftspflege auf unserer Fläche.
Unsere Sonnenblumen strecken sich der Sonne entgegen und werden von Tag zu Tag größer. Gleichzeitig wachsen auch die Beikräuter wie Beifuß, Gänsefuß und Klee, die mit unserer Sonnenblumensorte Peredovick um Wasser, Licht und Raum konkurrieren.
Aus der Ferne scheint es manchmal, als hätten die Beikräuter die Oberhand gewonnen. Wer jedoch genauer hinschaut, entdeckt überall junge Sonnenblumen, die kräftig und stabil nach oben wachsen. Viele der ausgesäten Samen sind aufgegangen und entwickeln sich prächtig.
Besonders freuen wir uns über die zahlreichen Marienkäfer, die auf dem Feld unterwegs sind. Sie finden hier Nahrung und Lebensraum – ein schönes Zeichen dafür, dass die Natur ihren Platz bekommt. Der Verzicht auf Pflanzenschutzmittel schafft Raum für viele kleine und große Lebewesen, die Teil eines lebendigen Ökosystems sind.
Auch die Beikräuter gehören dazu. Sie machen deutlich, was wir mit unserem Projekt erreichen möchten: ein Feld, das nicht nur Sonnenblumen hervorbringt, sondern Vielfalt. In den kommenden Wochen werden die Pflanzen weiter wachsen und unser „Vielfalt-Sonnenblumenfeld“ immer sichtbarer.
Seit zwei Wochen steht ein neues Schild an der Kreuzung Staehleweg/Mauerweg am Stolper Feld. Die Berliner Stadtgüter informieren dort über geplante Ausgleichs- und Kompensationsmaßnahmen für die kommenden Jahre.
Bereits im Jahr 2023 haben wir mit den Berliner Stadtgütern über diese Planungen gesprochen. Damals begegnete uns erstmals der Begriff „Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen“ (AuE-Maßnahmen). Da uns das Thema zu diesem Zeitpunkt noch wenig vertraut war, haben wir uns näher damit beschäftigt.
Die Berliner Stadtgüter haben auf den Stolper Feldern Flächen identifiziert, die sich potenziell für zukünftige ökologische Ausgleichsmaßnahmen eignen. Diese Flächen sind auch auf dem neuen Schild dargestellt. Hintergrund ist, dass Eingriffe in Natur und Landschaft – beispielsweise durch den Bau neuer Wohngebiete, Straßen oder Schienenwege – gesetzlich kompensiert werden müssen. Dies geschieht durch ökologische Aufwertungen an anderer Stelle.
Geeignete Flächen werden dafür gemeinsam mit den Naturschutzbehörden geprüft und anschließend als Ausgleichs- und Ersatzflächen ausgewiesen. Für jede Fläche werden passende Maßnahmen geplant, die später als sogenannte AuE-Maßnahmen angeboten und umgesetzt werden können. Die Berliner Stadtgüter planen diese Maßnahmen, stellen dafür geeignete Flächen zur Verfügung und übernehmen die Anlage und Pflege.
Wir danken den Berliner Stadtgütern dafür, dass wir als Verein frühzeitig in die Planungen einbezogen wurden und nun auch die Erholungssuchenden vor Ort informiert werden. Mit Interesse werden wir verfolgen, wann die ersten Maßnahmen umgesetzt werden.
Elf Forscher und Forscherinnen nahmen am 19. April das Gelände der Frohnauer Pfadfinder im wahrsten Sinne unter die Lupe. Wir wollten die Anzeichen des Frühlings entdecken und dokumentieren. Aufgrund der Wettervorhersage trafen wir uns nicht an unserem Platz nahe der FroLaWi und waren sehr dankbar für die Möglichkeit, den Garten und die Räumlichkeiten der Pfadfinder nutzen zu dürfen.
Mit Fern- und Lupengläsern sowie Klemmbrettern erkundeten wir Knospen, Blüten, Insekten und Tiere. Die Enten hatten noch keine Küken, aber die Bäumchen standen schon in voller Blütenpracht. Nach dem Suchen, Erkunden, dem Malen und Notieren unserer Fragen war uns allen kalt und so gingen wir zur Snackpause ins Haus. Es wurde mit der Geschichte über „den bekümmerten Frühling“ richtig gemütlich!
Nach dem Austausch über unsere Forschungsergebnisse zum Thema Frühling wollten wir gern noch Zeit draußen verbringen, aber nun fing es tatsächlich an zu schütten. Was für ein Glück hatten wir bis dahin!
Beim Abschiedskreis mit Schirm sammelten wir unsere Lieblingseindrücke: Tulpenblüten, Kellerasseln, die Geschichte, die Snackpause, einen Schuh, den wir im Moor gefunden hatten …
Beim kommenden Termin Ende Mai wird der Sommer schon sehr sichtbar sein und beim Kreativen Naturtagebuch ist jede und jeder eingeladen, im eigenen Tagebuch seine Eindrücke festzuhalten. Mit verschiedenen Stiften, Tuschen und Malutensilien darf skizziert, abgezeichnet, schraffiert und beschrieben werden, was uns begegnet.
Am Samstag, den 9. Mai, findet von 11 bis 17 Uhr der Markt Garten, Grünzeug & Gedöns auf dem Rathausplatz in Hohen Neuendorf statt – und wir vom Verein Vielfalt für das Stolper Feld freuen uns auf viele schöne Begegnungen an unserem Stand, den wir wieder mit dem FrohLaWi e. V. teilen.
Mit dabei sind Infos zu unseren vielfältigen Projekten rund um Natur, Artenvielfalt und gemeinsames Engagement vor Ort. Außerdem warten wieder unser beliebtes Vogelrätsel, ein Glücksrad mit kleinen Gewinnen und diesmal ganz neu: spannende Einblicke in unser Sonnenblumenfeld-Projekt am Stolper Feld.
Nach dem letzten großen Regen vor einer Woche wurden 140 kg Sonnenblumensamen auf dem 4 Hektar großen Feld zwischen Mauerweg und Zernsdorfer Weg eingesät. Gestern konnten wir rund um die Fläche die ersten Schilder zu unserem Projekt aufstellen. Ein großes Dankeschön an das „Sonnenblumenfeld-Team“ Uta, Kathrin, Mone und Jürgen O. für die Schilder und die handwerkliche Unterstützung vor Ort und an Jürgen K. für den Erdbohrereinsatz.
In den kommenden etwa 14 Tagen beobachten wir, wie stark die Beikräuter wachsen. Dann entscheiden wir, ob ein weiterer Arbeitsschritt notwendig wird: das sogenannte Striegeln. Dabei wird mit einem Hackstriegel – einem leichten, der Egge ähnlichen Gerät – die obere Bodenschicht bearbeitet. Die feinen Metallzinken reißen dabei junge Beikräuter heraus und verschütten sie, während die kräftigeren Sonnenblumenpflanzen stehen bleiben. So kann auf den Einsatz chemischer Mittel verzichtet werden.
Im nächsten Schritt werden wir die Schutzzone im Inneren des Feldes kennzeichnen. Und dann darf die Natur ihren Teil beitragen: etwas Sonne, hin und wieder ein sanfter Landregen – und mit der Zeit entsteht hoffentlich ein leuchtendes, gelbes Blütenmeer.
Zurzeit liegt immer wieder ein markanter Duft in der Luft rund um die Stolper Felder. Viele kennen ihn aus der Landwirtschaft: Es riecht nach Gülle. Aktuell wird auf dem großen Acker zwischen Frohnau und dem Querweg Schweinegülle ausgebracht, um den Boden für den diesjährigen Maisanbau vorzubereiten.
Wir möchten diese Phase nutzen, um einen Überblick zu geben: Auf unserer Karte ist zu sehen, wo welche Ackerfrüchte wachsen. Gerste, Raps und Weizen stehen bereits auf den Feldern, während der Mais in den kommenden Tagen ausgesät wird.
Getreide und Mais prägen seit vielen Jahren das Bild der Stolper Felder. In diesem Jahr kommen jedoch zwei neue Entwicklungen hinzu:
Auf einer etwa 3 Hektar großen Fläche der FrohLaWi wird Luzerne in Streifen angebaut. Diese dient nicht nur als Futterpflanze, sondern reichert den Boden auf natürliche Weise mit Stickstoff an. Zwischen den Luzernestreifen entstehen bewusst Bereiche für mehr Biodiversität.
Direkt angrenzend, auf rund 4 Hektar, wächst unser neues Sonnenblumenfeld – ein gemeinsames Projekt unseres Vereins, der Stadt Hohen Neuendorf und des bewirtschaftenden Landwirts.
Dieses Feld ist mehr als nur ein neuer Anblick: Es steht für die Verbindung von Landwirtschaft, Artenvielfalt und gemeinschaftlichem Engagement. In den kommenden Wochen werden wir auf unserer Website sowie an unserem Marktstand am 9. Mai in Hohen Neuendorf ausführlicher über das Projekt berichten.
Zum Schluss noch ein Hinweis für alle, die tiefer in das Thema Landwirtschaft in Brandenburg eintauchen möchten: Ein aktueller Beitrag des rbb bietet einen guten Überblick über Anbauflächen, Betriebsstrukturen und Viehhaltung.
Bei guter Laune und kühler Luft fanden wir uns an einem frühlingshaften Märznachmittag nahe der Bieselheide ein. Während einige Kinder tatkräftig den Weg von dicken Ästen befreit haben, konnten wir uns auf die Suche nach dem Bärlauch-Schatz begeben. Und wir sind fündig geworden! Nicht nur Bärlauch zählte zu unseren Entdeckungen. Ein von Moos überwachsener Schuh mit kleinen niedlichen Pflänzchen brachte uns alle zum Lachen.
Nach reichhaltiger Ernte fanden wir uns an einem gemütlichen Platz ein, um leckere Bärlauchbutter- und quark zuzubereiten. Vorher wurde der Ort emsig mit Stöckern und Laubblättern geschmückt, sodass eine wohlige Atmosphäre entstand. Hmmm, alles schmeckte ausgezeichnet!
Über die Vorbereitungen für die Wiederherstellung des Pechpfuhls hatten wir berichtet. Wer gerne nochmals nachlesen möchte, kann das hier tun.
Nachdem wir alle Genehmigungen und im Dezember 2025 die Förderzusage des Naturschutzfonds Brandenburg erhalten haben und auch ein Tiefbauunternehmen beauftragt worden ist, sollten eigentlich im Winter 25/26 bzw. im Frühjahr die Arbeiten erfolgen. Das langanhaltende Winterwetter im Januar und Februar hat uns aber einen Strich durch die Rechnung gemacht. Zunächst war es der Dauerfrost und danach der mit Tauwasser seit langem wieder gut gefüllte Pechpfuhl, der keine Arbeiten zuließ.
Das alles ist aber kein Hinderniss für uns. Mit dem Bauunternehmen haben wir abgesprochen, die Maßnahme auf den Herbst zu verschieben. Naturschutzfachlich wie auch bautechnisch ist das ohnehin die bessere Zeit. Die Fördermittel stehen bis Ende dieses Jahres zur Verfügung. Dass der Pfuhl aktuell wieder mit Wasser gefüllt ist, ist gut für die Natur und insbesondere für die Amphibien. Inzwischen haben sich u. a. Wildenten und Blässhühner eingefunden.
Wir hatten das Glück, dass Jürgen Kiwit aus unserem Verein den Pechpfuhl für uns mit seiner Drohne gefilmt hat. So können alle, die nicht dort vorbeikommen, den Pechpfuhl als Gewässer erleben. Wir sind gespannt, wie lange der Pfuhl mit Wasser gefüllt sein wird.
Im Rahmen der Initiative „Berlin gärtnert“ der Berliner Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt werden unterschiedliche Formen des Gärtnerns vorgestellt. In einer eigenen Rubrik wird dort auch das Prinzip der Solidarischen Landwirtschaft näher beleuchtet.
Es freut uns, dass die FrohLaWi als Leuchtturmprojekt ausgewählt wurde. Entstanden ist ein liebevoll gestalteter, kurzer Film, der die Idee, den Gemüseanbau und vor allem die Menschen dahinter sichtbar macht.
Der etwa fünfminütige Beitrag lädt dazu ein, in die sommerliche Atmosphäre auf dem Stolper Feld einzutauchen und den Acker aus ganz verschiedenen Perspektiven zu erleben.